Art.OM

Kunstausstellungen im Yoga- und Kunstraum Art.OM in Berlin-Kreuzberg

Wir zeigen regelmäßig Ausstellungen von Künstler:innen aus Berlin und Umgebung, deren Arbeiten uns begeistern, und bringen so Kunst in den Alltag unseres Studios.Jede Ausstellung beginnt mit einer Vernissage im kleinen Rahmen für geladene Gäste der Künstler:innen und des Studios. Anschließend bleiben die Werke mehrere Monate lang im Yogaraum zu sehen. In dieser Zeit werden sie Teil der besonderen Atmosphäre des Studios und können von allen Besucher:innen von Art.OM erlebt werden.Wenn du die aktuelle Ausstellung außerhalb eines Kurses oder Workshops besuchen möchtest, kannst du gerne über unsere Kontaktseite einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Meditations in Colour (Meditationen in Farbe)

Jilli Darling · Juni bis September 2026

Über die Ausstellung

Jilli Darlings Arbeiten erkunden ihre inneren Welten durch Farbe, Form und Gestik. Kräftige Farbtöne, sanfte Übergänge und vielschichtige Oberflächen lassen wechselnde Gemütszustände entstehen, während sich Stimmungen und Tagträume intuitiv wie ein visueller Gedankenstrom entfalten.

Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von gestischem Ausdruck und Selbsterkundung. Jede Spur vermittelt dabei ein Gefühl von Bewegung. Besonders fasziniert sie das Schichten von Farben, bei dem Transparenz und Deckkraft zusammenspielen und Tiefe, Spannung und Komplexität erzeugen. Jede Schicht reagiert auf die vorherige und verbindet Kontrast mit Harmonie.

Durch dieses fortlaufende Zusammenspiel von Gestik, Farbe und Material möchte sie Räume schaffen, die zu bewusster Wahrnehmung und emotionaler Resonanz einladen. Dabei geht es ihr nicht darum, eine bestimmte Bedeutung vorzugeben, sondern sie zu öffnen und die Betrachter:innen zu einer eigenen, fantasievollen Auseinandersetzung anzuregen.

Über die Künstlerin

Jilli Darling (alias Jill Castillo) ist eine bildende Künstlerin, die in Quezon City auf den Philippinen geboren wurde. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin, das sie zu ihrem Zuhause und kreativen Mittelpunkt gemacht hat. In ihre Arbeit fließen Spuren ihrer früheren Lebensstationen auf den Philippinen, in Saudi-Arabien, Kanada, Irland und Großbritannien ein. Schon in jungen Jahren erhielt sie eine künstlerische Ausbildung. Später schloss sie in Toronto ein Bachelorstudium in Design ab und arbeitete zunächst als Grafikdesignerin, bevor sie sich vollständig der Malerei widmete.

Mit Acrylfarben und Ölkreiden auf Leinwand schafft sie ausdrucksstarke, vielschichtige Arbeiten. Ihre digitalen Werke hingegen sind spielerische Experimente mit Form und Farbe. Darüber hinaus hat Jilli großformatige Wandgemälde für WeWork und andere kreative Räume in Berlin gestaltet.

Natürlicher Eskapismus

Mascha Edokova · Februar bis Juni 2026

Über die Ausstellung

Natürlicher Escapismus lädt die Besucher:innen dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und die Werke nicht nur visuell, sondern auch emotional zu erleben. Die Gemälde bewegen sich leise zwischen Natur, Licht und Erinnerung. Statt eindeutiger Aussagen eröffnen sie einen sanfteren Zugang zu Dingen, die sich leichter fühlen als erklären lassen.

Mascha Edokovas Gemälde sind geprägt vom subtilen Zusammenspiel von Licht, Wasser, Himmel und Landschaft. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Realität und Erinnerung, dokumentarischer Beobachtung und traumhafter Verfremdung. So entstehen Räume, in denen sich die Wahrnehmung öffnen und Bedeutung nach und nach entfalten kann.

Während der Isolation im ersten Lockdown begann Mascha Edokova, den Blick aus ihrem Fenster zu malen. Dabei kehrte sie immer wieder zum selben Motiv zurück und nahm es jedes Mal anders wahr. Aus diesem anhaltenden Akt des Betrachtens entwickelte sich eine meditative Praxis, die ihre Arbeit bis heute prägt.

Häufig beginnt sie mit Fotografien, die sie selbst aufgenommen hat. Sie betrachtet diese jedoch nicht als feste Vorlagen, sondern nutzt sie als Ausgangspunkte für eine tiefere Auseinandersetzung mit Erinnerung, Wahrnehmung und inneren Landschaften. Im Verlauf des Malprozesses tritt die Fotografie allmählich in den Hintergrund und lässt ein inneres Bild hervortreten.

Über die Künstlerin

Mascha Edokova, geboren im russischen Murmansk, ist eine Malerin, die zwischen Berlin und dem romantischen Mittelrhein lebt und arbeitet. Mit einem feinen Gespür widmet sie sich den poetischen Spannungen zwischen Erinnerung, Natur und innerer Welt.

Geprägt von der rauen Schönheit des russischen Nordens und der sinnlichen Vielfalt Zentralrusslands studierte sie Architektur und Malerei am Moskauer Architekturinstitut (MARHI). Nach ihrer Tätigkeit in der Architektur zog sie 2008 nach Deutschland, wo sie sich zunehmend der Malerei widmete.

Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit steht das Interesse am Verborgenen und Flüchtigen. Dabei sucht sie nach etwas Wahrhaftigem im Persönlichen und Universellen, im Zarten und Kraftvollen.

ANIMOTION / Animals in Motion (Tiere in Bewegung)

Uzi Shtivi · November 2025 bis Februar 2026

Über die Ausstellung

Uzi Shtivi erforscht die eleganten und bewussten Bewegungen von Tieren, Gesten, die zugleich instinktiv und präzise wirken. Tiere gehörten bereits zu den ersten Motiven, die er als Kind malte. Fasziniert von Animationen und Zeichentrickfilmen fragte er sich oft, wie Bewegung und Emotion Bild für Bild eingefangen werden.

Viele Jahre später kehrt er zu dieser frühen Faszination zurück und macht Tiere zu den Hauptfiguren seiner Gemälde. Bewegung wird dabei zu einer Sprache der Gefühle. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit Fragmenten von Ereignissen, Träumen, Erinnerungen, Eindrücken und unbestimmten Empfindungen. Aus dieser Neuordnung des Chaos treten Tiere als spirituelle Begleiter, Symbole und persönliche Totems hervor.

Er verbindet Erinnerung und Vorstellungskraft mit der symbolischen Sprache der Tiere. So entstehen Bildräume, die die Sinne ansprechen und zum Nachdenken einladen. Seine Arbeiten sollen andere dazu inspirieren, in ihren eigenen Erfahrungen und den in ihnen lebenden Totems das Potenzial für Bedeutung, Erneuerung und Verbundenheit zu erkennen.

Über den Künstler

Uzi Shtivi ist ein autodidaktischer zeitgenössischer Maler, der in Berlin lebt und arbeitet. In seiner künstlerischen Praxis beschäftigt er sich mit der menschlichen Natur, Veränderung sowie den kollektiven Denk- und Gefühlsmustern, die individuelle Erfahrungen prägen.

Vorwiegend in der figurativen Malerei untersucht Shtivi die Beziehung zwischen inneren psychischen Zuständen und der Außenwelt. Seine Kompositionen zeigen vertraute Motive häufig auf ungewohnte Weise und regen dazu an, über Identität, Wahrnehmung und die gemeinsamen Erfahrungen nachzudenken, die Menschen über unterschiedliche Hintergründe und Kulturen hinweg miteinander verbinden.

Dialog mit dem Unbekannten

Marie Klingelhöfer · Juli bis Oktober 2025

Über die Ausstellung

Die Ausstellung Dialog mit dem Unbekannten zeigt eine Serie von Mixed-Media-Gemälden von Marie Klingelhöfer.

Ihr Stil folgt keinem festgelegten Weg. Stattdessen arbeitet sie intuitiv und lässt Ideen durch spontane Gesten und übereinandergeschichtete Materialien entstehen. In einer Zeit des Übergangs spiegeln diese Werke einen Zustand des Fließens wider und eröffnen einen visuellen Dialog zwischen dem Bewussten und dem Verborgenen.

Durch ihre tägliche malerische Praxis erkundet Marie die Grenzen von Form und Bedeutung und schafft einen Raum, in dem das Unbekannte Gestalt annehmen kann. Jedes Werk lädt die Betrachter:innen zu einer stillen Begegnung mit Möglichkeiten und Veränderung ein.

Über die Künstlerin

Marie Klingelhöfer lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Ursprünglich aus Frankreich stammend, fand sie während ihres Studiums der Kunsttherapie ihren Weg zur Kunst. Diese Erfahrung regte sie dazu an, sich intensiv mit ihrer eigenen künstlerischen Ausdrucksweise auseinanderzusetzen. Durch Weiterbildungen bei Thomas Kleemann und an verschiedenen freien Kunstakademien entwickelte sie diese kontinuierlich weiter.

Ihre künstlerische Praxis ist außerdem von ihrer intensiven Beschäftigung mit Tanz und Bewegung geprägt. Beides beeinflusst sowohl ihren Arbeitsprozess als auch ihre thematischen Schwerpunkte.

Marie arbeitet hauptsächlich mit Mixed Media auf der Grundlage von Acrylfarbe. Je nach Werk ergänzt sie weitere Materialien wie Steinmehl, Collageelemente, Kreiden, Kohle und Tuschen. Durch das Schichten von Texturen und gestischen Spuren entstehen emotional ausdrucksstarke Kompositionen.

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